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Seit 1985 führt der Nicaragua-Verein Düsseldorf e.V. erfolgreich Projekte in Nicaragua und seit 1996 auch in Honduras durch. Alle Projekte werden von unseren Partnerinnen selbst geplant und durchgeführt. Unsere PartnerInnen sind Basisorganisationen, die sich gegen wachsende Verelendung und die ungerechten sozialen Verhältnisse wehren.

Projekte: CECIM in Nicaragua, CODEMUH in Honduras, EMIH in Honduras.

Die Projekte wurden zeitweise aus Mitteln des Landes NRW und der Stadt Düsseldorf unterstützt.


"Das Brot des Wissens weitergeben."

"Zentrum für Erziehung und integrierte Ausbildung Schwester Maura Clarke" in Ciudad Sandino /Nicaragua.


Jährlich nehmen ca.1200 Schülerinnen und Schüler am Programm teil (2016). Ungefähr die Hälfte   davon sind Frauen, eine sehr günstige Quote bezogen auf die Verhältnisse im  Lande.

CECIM bietet Erwachsenen die Möglichkeit die Grundschule nachzuholen. Die Abschlüsse sind staatlich anerkannt.

 

                                                                


Lernkollective von CECIM, der Unterricht findet wohnortnah statt, weil es kaum Verkehrsmittel in den Aussenbezirken gibt. Nachts ist es oft gefährlich, besonders für Frauen.   
 Bei CECIM ist der Unterricht kostenlos. Es werden Lernkollektive mit 10 bis 15 Schülerinnen gebildet. Der Unterricht findet in öffentlichen Räumen, wie kirchlichen Einrichtungen und in privaten Hütten statt. (Grundschule für Erwachsene)      

Zum Schuljahresende im Nov. findet die feierliche Zeugnisübergabe bei CECIM
  statt. 
Das Programm der Erwachsenenbildung hat eine einzigartige Bedeutung -  es bewirkte eine massive Reduktion des Analphabetismus in Ciudad Sandino. Es ist auch ein Programm gegen die tägliche Gewalt. Im Programm von CECIM lernen die TeilnehmerInnen nicht nur den Schulstoff der Grundschule.         
             

"Das Programm geht weit darüber hinaus. Die Lebensgewohnheiten und das Verhalten der TeilnehmerInnen werden positiv beeinflusst. Das wirkt sich aus auf die persönliche und familiäre Gesundheit. (Stichwort: Gewalt in der Familie) -  Die Frauen mit mehr Ausbildung haben weniger Kinder und sind besser darauf vorbereitet, mehr für Gesundheit und Erziehung zu tun."   schrieb uns Isabel Sanchez, die Leiterin von CECIM.  (Grundschule für Erwachsene)


CECIM  konnte dank ausländischer Unterstützung und dem unermüdlichen Einsatz der Projekt-MitarbeiterInnen das Programm seit seiner Entstehung 1980 erfolgreich fortsetzen. Im Jahr 1980 wurde nach dem Sieg der sandinistischen Revolution der Alphabetisierungskreuzzug im ganzen Lande, wie auch in Ciudad Sandino, durchgeführt.
Ab 1980 wurde die Analphabetenquote von landesweit 56% auf 12% gesenkt.    

Das Programm von CECIM umfaßt ausserdem:

Berufliche Kurse für Frauen, wie Konditorei, Friseur, Schneiderei, Buchhaltung in einem Bildungszentrum.

Wirtschaftsschule mit  Computer-Lehrgängen  in den gängigen Programmen.

Schule Maura Clarke mit Vor-, Grund- und weiterführender Schule. Sie liegt in einem armen Stadtteil. SchülerInnen aus armen Familien können ein Stipendium erhalten. Die anderen zahlen, wie an jeder Privatschulen Schulgeld. Anders ist die Einrichtung nicht finanzierbar. Die Schule hat einen sehr guten Ruf. (ca. 800 SchülerInnen)

Kleinstkreditprogramm  für Frauen: Die Rückzahlungsquote liegt bei (guten) 85%, denn die Verantwortlichen dieses Programmes kennen die Kreditnehmerinnen sehr gut und können ihre Zuverlässigkeit einschätzen. Die Rückzahlungen (Zinsen entsprechend) werden monatlich nachgehalten. Die Minikredite werden für berufsbezogene Massnahmen vergeben, wie Anschaffung einer Backausstattung. Aber auch für private Massnahmen, wie ein neues Hausdach, Anschaffung von Betten o.ä. gibt es die Minikredite. CECIM kann aus Geldmangel nicht alle Minikredit-Anfragen erfüllen.

Energiesparprojekt bei CECIM 2015
Die Strompreise sind in Nicaragua sehr hoch. Die Gebäude und Außenbereiche waren mit veralteten stromintensiven Bauteilen (Dächer), Geräten und Leuchtmitteln versehen. Viele davon sind jetzt mit moderner stromsparender Technik erneuert und instandgesetzt worden.Alte Stromfresser, wie Kühlschränke, Klimageräte, Computer etc. wurden ersetzt.
Auf dem Schulgebäude Maura Clarke wurde eine Solaranlage installiert.
Die Stromeinsparungen, d.h. Kosteneinsparungen sind sehr hoch.
Eine zuverlässige kompetente Ingenieursfirma aus Masaya führte die Maßnahmen erfolgreich durch
In Zusammenarbeit mit Werkhof Darmstadt e.V. 

Mehr Infos  -> s. Rundbriefe

http://www.cecim-ni.org/

Unsere Facebook-Seite mit Video von CECIM    
http://www.facebook.com/Nicaragua-Verein-Düsseldorf-eV-802312886470792/?pnref=story


"Kollektiv von Frauen aus Honduras" in Choloma und San Pedro Sula -

CODEMUH unterstützt insbesondere die Arbeiterinnen der Maquila-Betriebe.

Bei den Maquila-Betrieben handelt es sich um Weltmarktfabriken, die den Sonderwirtschaftszonen für ausländische Auftraggeber Bekleidung fertigen. In den Sonderwirtschaftszonen haben die Betriebe u.a. grosse Steuervorteile. Die Unternehmen versuchen ständig die nationalen Arbeitsrechte zu unterlaufen, z.B. was die Gründung von Gewerkschaften betrifft. Arbeitsschutzbestimmungen, wie die Begrenzung der Arbeitszeit, werden ständig missachtet. Es werden nur Frauen zwischen 18 und ca. 25 Jahren eingestellt. Die Löhne reichen keineswegs aus, um eine Familie zu ernähren. Die Arbeiterinnen sind häufigen Schikanen und sexuellen Belästigungen seitens der Aufseher ausgesetzt.    
CODEMUH arbeitet schwerpunktmäßig für und mit Arbeiterinnen aus den Maquila-Betrieben, ist aber im Prinzip für alle Frauen offen. Die Organisation initiiert Frauenselbsthilfegruppen, veranstaltet Gruppentreffen, Seminare und Workshops zu spezifischen Themen, u.a. zu Gesundheit, Sexualität, Gewalt gegen Frauen, Rechte der Frauen etc..   

Viele Frauen beteiligen sich zum ersten Mal in ihrem Leben an öffentlichen Aktionen, z.B. am 1. Mai und am internationalen Frauentag. "Am meisten freut es die aktiven Frauen, dass sie sich selbst an Aktionen beteiligen können...", schrieb uns Maria Luisa Regalado, die Leiterin von CODEMUH. 
                                                                                             
Frauen von CODEMUH demonstrieren am 1. Mai in Choloma /Honduras        

Die Frauen engagieren sich auch in örtlichen Einrichtungen, wie den solidarischen Kreditfonds, die Kleinstkredite für eine Erwerbsmöglichkeit o.ä. vergeben. Sie nehmen teil an öffentlichen Gemeinderatssitzungen. 

Ein Schwerpunkt ist seit langem die Gesundheit am Arbeitsplatz. Sehr viele Arbeiterinnen leiden unter schweren Erkrankungen der Muskulatur und Knochen durch ihre Tätigkeiten.
Die Unternehmen versuchen meistens die Schutzbestimmungen zu umgehen und entlassen die Erkrankten einfach.


prüft die Sozial- und Umweltstandards in Maquila-Betrieben, bei Melonenarbeitern, Bananenarbeitern, bei Hausangestellten u.a..

EMIH bietet eine Alternative zu den  üblichen Verfahren, die die Einhaltung von Sozial- und Umweltstandards an Produktionsstandorten kontrollieren sollen.
Meistens werden sogenannte Audit-Firmen für die Überprüfung dieser Standards von den  international tätigen Konzernen beauftragt und bezahlt. Diese Vorgehensweise birgt die Gefahr, dass diese "Kontrolleure" nicht unabhängig sind und im Sinne des Auftraggebers urteilen.
1997 wurde daher die Organisation EMIH (Equipo de Monitoreo Independiente de Honduras, deutsch: Unabhängiges Monitoring-Team von Honduras) mit dem Ziel gegründet, die Umsetzung der Sozial- und Umweltstandards in multinationalen Unternehmen und Fabriken unabhängig zu kontrollieren. EMIH fördert durch seine unabhängigen Überprüfungen und Verifizierungen von internationalen Menschen- und Arbeitsrechtsnormen und insbesondere von Verhaltenskodizes eine Verbesserung der Lebensbedingungen der ExportarbeiterInnen u.a..
Zu den Arbeitsfeldern von EMIH gehört die Durchführung theoretischer und empirischer Untersuchungen zu Arbeitsbedingungen in honduranischen Fabriken und Exportplantagen, deren Waren unter anderem auch für den europäischen Markt bestimmt sind.
Die Ergebnisse sind die Grundlage für die Öffentlichkeitsarbeit:
Fakten liefern, Missstände publik machen, Einhaltung der Arbeitsgesetze fordern, soziale Unternehmensverantwortung fordern, um Arbeit in Würde ermöglichen.zu       
                                                                        

Studien zu Arbeitsbedingungen der
2010 bis 2012  BananenarbeiterInnen, MelonenarbeiterInnen, vergleichende Studie zur Maquilaarbeit in Nicaragua und Honduras.
2013/ 2015/ 2016 Hausangestellte, Shrimps-Farmen, Agrarfarmen, immer aktiv für Frauenrechte

Außerdem unterstützt EMIH das Frauenforum der Nordzone von Honduras:
Anklage der hohen Zahl der Feminizide (Morde an Frauen, die wegen deren Zugehörigkeit zum weiblichen Geschlecht verübt werden.), Dokumentation der Fälle: Wer waren diese Frauen?, Aktionen ....